Freizeitbad LUV: Trend geht zu Aqua-Kursen


Das geänderte Freizeitverhalten und der demografische Wandel machen auch vor dem Freizeitbad LUV nicht Halt: Im Jahr 2012 zählte die Freizeitbad Brunsbüttel GmbH im Hallenbad nur 77134 Gäste. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 6510 Besucher (- 8,4 Prozent). Allerdings hatte das LUV durch die auf drei Monate verlängerte Sommerpause und einen technischen Defekt im Dezember auch 13 Tage weniger geöffnet. Durchschnittlich kamen im Berichtsjahr 299 Schwimmer pro Tag ins Hallenbad, im Vorjahr waren es 311.

 

Die Sauna-Landschaft im LUV ist von diesem Trend nicht ausgenommen. Bei 15562 Gästen (16999 im Jahr 2011) nutzten im Bilanzjahr durchschnittlich 51 Gäste die gut 500 Quadratmeter große Wellness-Oase mit Saunen und Dampfbad zum Entspannen, im Vorjahr waren es 53 Gäste pro Tag. Auch in diesen Zahlen spiegelt sich die reduzierte Öffnung wider.

 

Nach Ansicht von Dr. Guido Austen, Geschäftsführer der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH, wird sich das LUV den gesellschaftlichen Veränderungen stellen müssen. „Wir versuchen unsere Angebote auf die vorhandenen Nutzer-Gruppen anzupassen.“ Ein gutes Beispiel sei die zum Jahresbeginn eingeführte Aqua-Fitness-Card. Die von der VHS Brunsbüttel angebotenen Kurse Aqua-Fitness, Aqua-Power und Aqua-Fit-Mix, die an vier Tagen pro Woche in Zusammenarbeit mit dem LUV stattfinden, scheinen im Trend zu liegen. „Die Kurse werden richtig gut angenommen“, freut sich Dr. Austen. „Von Vorteil ist, dass sich Aktiven individuell und kurzfristig entscheiden können, an welchem Kursus sie teilnehmen wollen.“ Bislang mussten sich die Teilnehmer für einen Kursus anmelden – und damit auf einen Termin festlegen.

 

Die Veränderungen bei den Schwimmbad-Nutzern lassen sich auch an anderen Zahlen festmachen. „Das wird besonders bei Schulen und Vereinen sehr deutlich“, so Dr. Austen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Freizeitbad Brunsbüttel GmbH hier einen Rückgang von etwa elf Prozent. „Es ist auffällig, dass sich die Nutzergruppen von Kindern und Jugendlichen zu den Erwachsenen verschieben.“


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