Amt Marne-Nordsee und Freizeitbad GmbH kooperieren


Die Freizeitbad Brunsbüttel GmbH übernimmt zum 1. Mai 2016 die Betriebsführung der Schwimmhalle in Marne. Das erklärten Geschäftsführer Stefan Mohrdieck, zugleich Bürgermeister der Stadt Brunsbüttel, und Harm Schloe, Amtsvorsteher des Amtes Marne-Nordsee, bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung in der Schwimmhalle in Marne. Grundlage dafür sind die jeweils einstimmig gefassten Beschlüsse des Amtsausschusses Marne-Nordsee und des Aufsichtsrats der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Brunsbüttel. Die Gespräche für die in dieser Form bisher einmalige Kooperation kommunaler Einrichtungen waren im Sommer 2015 angelaufen.

„Die gemeinsame Betriebsführung der Schwimmhallen in Brunsbüttel und Marne ist der erste Schritt auf dem Weg zur ‚Bäderlandschaft Südermarsch‘“, freuten sich Stefan Mohrdieck und Harm Schloe über die breite Zustimmung in den politischen Gremien. Das habe kreisweit Modell-Charakter. „Wir sind fest davon überzeugt, dass beide Partner, aber vor allem die Schwimmbad-Besucher von dieser Lösung langfristig profitieren werden.“

Für die Beschäftigten in Marne ändert sich mit dem Übergang der Betriebsführung nichts. „Wir brauchen das Personal, weniger geht nicht“, machte Dr. Guido Austen, Prokurist der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH, deutlich. In der ersten Phase gehe es vielmehr um organisatorische Veränderungen. „Oberste Priorität hat für uns, den Betrieb in Marne wieder auf sichere Beine zu stellen. Und dazu gehören verlässliche Nutzungszeiten.“ Kurzfristige Schließungen wie es sie in den vergangenen Monaten auf Grund der angespannten Personalsituation häufig gab, sollen bald der Vergangenheit angehören. Um die Mitarbeiter zu entlasten, werden Kai Thomsen und Helmut Stöven neben ihrer Tätigkeit in Brunsbüttel auch die Betriebsleitung und die technische Leitung in Marne übernehmen. „Das wird zu einer deutlichen Entlastung der Kollegen vor Ort führen“, ist Dr. Austen überzeugt.

Erklärtes Ziel der Vertragspartner aus Brunsbüttel und Marne ist es, die Öffnungszeiten und Kurs-Angebote der beiden Freizeiteinrichtungen aufeinander abzustimmen. Die betriebsbedingten Revisionszeiten sollen schon in diesem Jahr angepasst werden, so dass den Badegästen in der Südermarsch während der Betriebspause des Freizeitbads LUV auch bei schlechtem Wetter im Sommer ein Hallenbad zur Verfügung steht. Geplant ist zudem, das in Brunsbüttel praktizierte Kassensystem auch in Marne einzuführen. Damit könnte die im LUV bestehende Geldwertkarte mit Rabattsätzen von bis zu 25 Prozent auf den Eintrittspreis künftig auch in der Marschenstadt eingesetzt werden.

„Die Übertragung der Betriebsführung an die Freizeitbad Brunsbüttel GmbH ist für den verlässlichen und effektiven Betrieb der Marner Schwimmhalle eine echte Chance“, betonte Amtsvorsteher Harm Schloe. Die Mitglieder des Amtsausschusses sehen die Zukunft bereits in einer gemeinsamen Trägerschaft unter dem Dach eines neu zu gründenden Zweckverbandes oder einer GmbH.


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