Amt Marne-Nordsee und Freizeitbad Brunsbüttel GmbH vereinbaren erste Kooperationsziele


Die Gespräche über eine Kooperation der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH und dem Amt Marne-Nordsee für den künftigen Betrieb der Schwimmbäder nehmen an Fahrt auf. In einem ersten Schritt haben die Vertragspartner fest vereinbart, die Öffnungszeiten und Kurs-Angebote im Laufe des kommenden Jahres aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig sollen die betriebsbedingten Revisionszeiten angepasst werden, so dass den Gästen in der Südermarsch auch bei schlechtem Wetter im Sommer ein Hallenbad zur Verfügung steht. Das ist das Ergebnis eines ersten Arbeitstreffens, das mit einer Betriebsbesichtigung in Marne startete.

„Angesichts des jährlichen Defizits, das wir einfahren, müssen wir jetzt etwas tun“, erklärte Harm Schloe, Amtsvorsteher des Amtes Marne-Nordsee. „Die Abstimmung der Öffnungs- und Revisionszeiten, aber auch der Kurs-Angebote ist etwas, was wir relativ kurzfristig umsetzen können.“ Parallel dazu wird geprüft, das in Brunsbüttel praktizierte Kassensystem 2016 in Marne einzuführen. Damit könnte die im LUV bestehende Geldwertkarte mit Rabattsätzen von bis zu 25 Prozent auf den Eintrittspreis künftig auch in der Marschenstadt eingesetzt werden. Um den Datenaustausch mit dem Zentralserver im LUV zu gewährleisten, müsste das Kassensystem in Marne erneuert werden. Dazu sollen entsprechende Angebote eingeholt werden. „Wir wollen zeigen, dass wir auch mit kleinen Investitionen schon sehr viel erreichen können, um die Attraktivität für die Badegäste in der Region zu steigern“, sagte Harm Schloe.

Für Dr. Guido Austen, Prokurist der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH, sind die vereinbarten Punkte nur ein erster Schritt. Geplant ist weiter, die Bäder – und dazu zählt auch das Freibad Ulitzhörn in Brunsbüttel – schon im kommenden Jahr unter der gemeinsamen Dachmarke „Bäderlandschaft Südermarsch“ zu vermarkten. Der Anfang des Monats bekannt gegebene Vertragsabschluss für Kooperationsgespräche ist nach seinen Worten „zu 95 Prozent“ positiv aufgenommen worden – sowohl von den Kommunalpolitikern als auch bei den Gästen. Entscheidend sei für ihn allerdings auch, die Mitarbeiter auf dem Weg zur gemeinsamen Betriebsführung der Freizeiteinrichtungen mitzunehmen. „Hier muss sich niemand Sorgen machen.“

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet im Februar im LUV statt. Nach Abschluss der Bestandsaufnahme geht es dann um technische Bereiche, Instandhaltung und die gemeinsame Beschaffung.


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