Die Freibad-Saison ist in diesem Jahr sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Eine ernüchternde Bilanz zieht die städtische Freizeitbad Brunsbüttel GmbH für das Freibad Ulitzhörn. In der dreimonatigen Öffnungsperiode vom 28. Mai bis 28. August 2011 zählte die Betreibergesellschaft auf dem Areal an der Mole 4 inklusive Frühbadern lediglich 18442 Badegäste. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 12126 Schwimmern.
„Mehr als 40 Prozent weniger Badegäste – das ist schon gewaltig“, erklärt Dr. Guido Austen, Geschäftsführer der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH. Ohne die treuen Saisonkarten- und Zehnerkarten-Besitzer wäre das Ergebnis sogar noch deutlich schlechter ausgefallen. „Es gab Tage, da hatten wir nicht einen zahlenden Gast im Freibad.“ Dass der kalte, verregnete Sommer auch den Schwimmbädern in der Umgebung die Saison verhagelt hat, tröstet ihn nicht.
Bei 8293 verkauften Einzelkarten haben an den 93 Öffnungstagen im Durchschnitt nur 89 Besucher pro Tag ein Ticket an der Freibad-Kasse gelöst. Den höchsten Zulauf registrierte die Betreibergesellschaft am 28. Juni mit 856 Badegästen. Das Gros der Schwimmer ist allerdings über die verkauften Saisonkarten (5871 Gäste) und Zehnerkarten (1092 Gäste) ins Freibad gekommen.
Der von vielen Brunsbüttelern geäußerte Wunsch, angesichts des schlechten Wetters kurzfristig das Freizeitbad LUV zu öffnen, ist für Dr. Austen durchaus nachvollziehbar. „Organisatorisch und personell ist das allerdings nicht möglich“, so der Freizeitbad-Geschäftsführer. Die Sommerpause im LUV diene gerade dazu, einen Doppelbetrieb zu vermeiden und so Kosten zu reduzieren. Austen: „Wie man es macht, macht man es verkehrt.“
Nach der miserablen Freibad-Saison bleibt nur der Blick nach vorne. Nach derzeitigem Stand sollen die Deichbauarbeiten im Bereich der Freibads Ulitzhörn zur Sommersaion 2012 abgeschlossen sein. Austen: „Ich gehe fest davon aus, dass wir das Schwimmbad an der Mole 4 öffnen können – und dann hoffentlich einen besseren Sommer als 2011 haben werden.“ 


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