Das Freizeitbad LUV braucht den Vergleich mit anderen Bädern in der Region nicht mehr zu scheuen. In gut siebenmonatiger Bauzeit ist die 1980 eingeweihte Schwimmhalle komplett saniert und modernisiert worden. Es sind aber nicht nur die hellen Farben, die dem Familienbad neuen Glanz verleihen. Davon können sich die Badegäste selbst überzeugen, wenn das LUV am Sonnabend, 6. Januar 2007, um 11 Uhr wieder in Betrieb geht. Am Eröffnungstag ist der Schwimmbad-Eintritt frei.
Kinderlachen und Wassergeräusche statt Staubwolken und Baulärm: Mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts geht für die Mitarbeiter des LUV zum Start ins neue Jahr ein Herzenswunsch in Erfüllung. „Das Farbkonzept ist einfach stimmig“, schwärmt Dr. Guido Austen, Geschäftsführer der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH. „Das Bad wirkt viel größer als vorher.“ Kein Wunder: Die braunen Kacheln am Beckenrand sind durch hellblaue Fliesen ersetzt, die dunklen Holzdecken lasiert und die tragenden Säulen blau-grau gestrichen worden. Dazu passt, dass sich die orangefarbenen Lüftungsrohre jetzt in Dunkelblau abheben. Mit viel Liebe zum Detail hat Architekt Kurt Wittrock ein modernes Familienbad geschaffen. Eingelegte Fliesenmuster im Fußboden lockern das Gesamtbild auf.
Nicht nur die farbliche Gestaltung der Halle wird kleine und große Gäste überzeugen. Neben dem Nichtschwimmer-Becken ist in einer überdimensionalen Edelstahlwanne ein Attraktionsbecken mit Strömungskanal entstanden. Entspannung für Geist und Körper finden die Schwimmbad-Gäste im neuen Whirlpool. Der Kleinkinder-Bereich ist im Zuge der Umbauarbeiten mit Wasserorgel, Wärmebänken und unterschiedlichen Wassertiefen aufgewertet worden. Höhepunkt für die Jüngsten wird der Wasser sprudelnde Seehund sein. Auf der abgeflachten Mittelinsel des sanierten Außenbeckens können die Badegäste in Whirlliegen künftig den Blick auf die idyllische Braake genießen.
Für die Badegäste weniger interessant, aber für die Zukunft des Brunsbütteler Freizeitbads wichtig, sind allerdings die vielen „nicht sichtbaren Veränderungen“ wie die Sanierung der Dachkonstruktion und der Badewassertechnik samt Pumpen im Kellergewölbe. Inklusive Erneuerung der meterhohen Glasfassaden im Hallenbad und den umfangreichen Brandschutzmaßnahmen zur Sicherheit der Badegäste hat die Stadt Brunsbüttel als alleinige Gesellschafterin der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH rund 2,6 Millionen Euro in den zweiten Bauabschnitt investiert. Erst im vergangenen Jahr waren der Umkleide- und Sanitärbereich saniert und das Bistro eingerichtet worden. Im Zuge der 500000 Euro teuren Bauarbeiten ist das LUV auch ans Fernwärmenetz der Sasol-Chemie angeschlossen worden. Der Sauna- und Wellness-Bereich war bereits 2002 für mehrere Millionen Euro aufgewertet worden.
Auch wenn der ursprüngliche Zeitplan für den letzten Bauabschnitt um gut einen Monat überschritten wurde - das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Dass die Dithmarscher „ihr“ Hallenbad vermissen, zeigt sich an den steigenden Anfragen. „Uns wird allerdings sehr viel Verständnis entgegen gebracht“, erklärt Geschäftsführer Dr. Austen. „Auf Grund der Vielzahl an Arbeiten war die Realisierung bis Anfang Dezember einfach nicht machbar.“
Trotz laufender Bauarbeiten haben die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung längst begonnen – angefangen mit dem Befüllen der Filterkessel und Spülen der gesamten Anlage. Ab Weihnachten wird das Hallenbad in einem Zwei-Schicht-Betrieb komplett von Staub und Dreck befreit. Erst dann können die rund 1,5 Millionen Liter Wasser wieder in die Becken fließen – und bis zum Badestart auf wohlige 28 bis 34 Grad Celsius erwärmt werden.
● Wiedereröffnung des LUV: Sonnabend, 6. Januar 2007, 11 bis 21 Uhr (letzter Einlass um 20 Uhr). Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

 


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