Mehr als 300 Menschen sterben laut Statistik bundesweit täglich am „plötzlichen Herztod“, bei einem Drittel von ihnen ist die Herzerkrankung vorher nicht einmal bekannt: Um ihren Schwimmbad-Gästen ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten, hat die Freizeitbad Brunsbüttel GmbH einen so genannten Defibrillator, kurz „Defi“, im Wert von 2500 Euro angeschafft. Das im Freizeitbad LUV installierte Gerät, das den Benutzer Schritt für Schritt akustisch führt, ergänzt nach Auskunft von Badebetriebsleiter Kai Thomsen die bestehenden Rettungssysteme. Einziges Kriterium, es einzusetzen, sei der Atemstillstand. Dann macht der „Defi“ alles selbst, analysiert und entscheidet, ob ein Elektroschock zu verabreichen ist.
„Wir müssen alles tun, um eine bestmögliche Erstversorgung zu gewährleisten – bis der Notarzt eintrifft“, erklärt Kai Thomsen. Nicht gern erinnert er sich an den tragischen Vorfall vor einigen Jahren, als ein Badegast mit Herzinfarkt am Beckenrand zusammen brach. Hier wäre der „Defi“ zum Einsatz gekommen. Das Gerät kontrolliere zunächst die Vitalfunktionen des Patienten und werde dann „unterstützend“ zur Herz-Druck-Massage eingesetzt, so Thomsen. „Das entspricht dem neuesten Stand der Technik.“
Eine Einweisung in das neue Gerät erhalten die Mitarbeiter der Badeaufsicht des LUV am Montag, 22. Oktober. Neun Schwimmmeister und Schwimmmeistergehilfen werden an der internen Schulung teilnehmen. Aus diesem Grund öffnet das Brunsbütteler Freizeitbad an diesem Tag erst ab 13 Uhr seine Türen. Der Wellness-Bereich ist davon ausgenommen: Sauna und Dampfbad haben wie gewohnt ab 10 Uhr geöffnet. 


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