Urlauber aus Süddeutschland oder der Schweiz sind zwar noch die Ausnahme. Doch für Radwanderer aus dem norddeutschen Raum hat sich das Hüttendorf am Freizeitbad LUV in Brunsbüttel zu einer guten Adresse entwickelt. Dass die Bilanz 2010 im Vergleich zum Vorjahr trotzdem etwas schlechter ausfällt, hat weniger am Angebot als vielmehr am mäßigen Wetter in der Hochsaison gelegen. Zu diesem Schluss kommt Dr. Guido Austen, Geschäftsführer der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH als Betreiberin des Hüttendorfes. „Der August war komplett verregnet. In dem Monat hat der Fahrradtourismus ganz stark abgenommen.“
Mit 1198 Übernachtungen in der Zeit von April bis Ende Oktober hat die Freizeitbad Brunsbüttel GmbH einen Rückgang von 186 Übernachtungen (- 14,4 Prozent) verzeichnen müssen. An der Zahl der Gäste hat es allerdings nicht gelegen. Denn die stieg um 157 (+ 19,2 Prozent) auf insgesamt 976 – und damit auf das bisher beste Ergebnis seit der Eröffnung des Hüttendorfes im April 2007. Daran zeigt sich, dass die meisten Urlauber nur auf der Durchreise sind. Mit durchschnittlich 1,22 Übernachtungen sind die Betreiber wieder auf dem Niveau von 2008 gelandet. Im vergangenen Jahr hatte jeder Gast im Schnitt noch 1,69 Nächte in Brunsbüttel verbracht.
Die Auslastung der acht rustikalen Vier- und Sechs-Bett-Holzhäuser stimmt Geschäftsführer Dr. Austen dennoch optimistisch. „Es wird ganz deutlich, dass der Trend zu spontanen Radtouren über ein verlängertes Wochenende geht.“ Sobald das Wetter besser wurde, habe der Fahrradtourismus „spürbar angezogen“. Nach Ansicht von Dr. Austen ist der Bedarf an kostengünstigen Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Auch Schulklassen und Vereine wissen das zu schätzen. Mit den zwei Feldern für Beachvolleyball und Beachfußball oder dem angrenzenden Tretboot-Verleih und dem Miniaturgolfplatz ist für reichlich Abwechslung gesorgt.
Zur neuen Saison ab April 2011 soll den Hüttendorf-Gästen eine weitere Attraktion geboten werden. In einer Projektarbeit errichten die Schüler des Förderzentrums einen Barfuß-Parcours auf dem Gelände der Freizeitbad Brunsbüttel GmbH. Die hölzerne Brücke steht bereits. „Wir haben die Fläche dafür“, erklärt Geschäftsführer Austen, der spontan seine Zustimmung erteilte. „Es ist einer weiterer Baustein, ein familienfreundliches Angebot zu schaffen.“ 


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